Freitag, 13.02.2026 00:00 Uhr

Wege der Erinnerung - Ausstellung des Berufsschulzentrums im Stendaler Stadthaus

Die Ausstellung »Wege der Erinnerung – Les chemins de la mémoire« des Berufsschulzentrums (BSZ)  des Landkreises Stendal – Europaschule – wird im Rahmen von »Denken ohne Geländer« bis zum 13. Februar 2026 in der Wandelhalle des Stadthauses 1 (Markt 14/15) Stendal gezeigt.

Zur Eröffnung am 19. Januar mit Stendals Oberbürgermeister Bastian Sieler musizieren Antje Donnerstag und Katarzyna Szydlowska von der Musik- und Kunstschule Stendal.

Im Frühjahr 2025 beschritten junge Menschen aus Deutschland und Frankreich gemeinsam »Wege der Erinnerung – Les chemins de la mémoire« auf den Spuren nationalsozialistischer Verbrechen. Das Geschichtsprojekt des Berufsschulzentrums (BSZ) Stendal »Europaschule« und des Lycée Martin Nadaud in Saint-Pierre-des-Corps führte Lernende und Lehrende u.a. auf einer Studienfahrt an historische Orte in Berlin, Prag und Krakau. So lernten sie z. B. in Berlin die Dauerausstellung im Haus der Wannsee-Konferenz sowie Denkmäler und historische Stätten des Dritten Reiches kennen, erkundeten das jüdische Prag und besuchten in Krakau das ehemalige Ghetto, die Fabrik von Oskar Schindler und das nahegelegene KZ Auschwitz-Birkenau. 

Im Fokus des Projektes standen die Themen Indoktrination, Propaganda, Holocaust und der Deutsche Widerstand. Die gemeinsame Reise schlug ganz bewusst auch immer wieder den Bogen in die Gegenwart und zur Bedeutung von Toleranz, Respekt und Demokratie. Die Jugendlichen hielten ihre faktische und emotionale Auseinandersetzung mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte in Bildern und Notizen fest. Auf dieser Basis und nach weiteren Recherchen, ergänzt mit historischen Fotos, entstand eine Ausstellung, die kürzlich in Paris präsentiert wurde. Sie beinhaltet auch Erkenntnisse aus einem regionalen Folgeprojekt, bei dem Lernende der beiden Schulen aus Stendal und Saint-Pierre-des-Corps sich mit jüdischem Leben in der Region Stendal beschäftigten und die Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe in Gardelegen besuchten. Exemplarisch für die Millionen Opfer während der nationalsozialistischen Herrschaft untersuchten sie die Biografie der deutschen Jüdin Emmy Wolff, die 1933 vor den Nazis nach Frankreich floh, dort später gefangenengenommen, nach Auschwitz deportiert und ermordet wurde. 

Quelle: https://www.denken-ohne-gelaender.de/aktuelles-2026/#wege

Zu allen Veranstaltungen von "Denken ohne Geländer": denken-ohne-gelaender.de/programm-2026/

Öffnungszeiten des Stadthauses, in denen die Ausstellung besichtigt werden kann:

Montag - Mittwoch 7:00 - 16:00 Uhr
Donnerstag 7:00 - 18:00 Uhr
Freitag 7:00 - 13:00 Uhr

 

 

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