Oberbürgermeister Bastian Sieler zu Gast bei AtO
Im Rahmen der Unternehmens- und Wirtschaftsförderung besucht Oberbürgermeister Bastian Sieler regelmäßig Betriebe in der Hansestadt Stendal, um sich vor Ort ein Bild von deren Arbeit zu machen und den persönlichen Austausch zu stärken. So führte ihn sein Besuch am Donnerstag, dem 19. März 2026, in das Sanitätshaus „AtO Atelier für technische Orthopädie GmbH“ (AtO).
Gemeinsam mit Sandra Slusarek aus der Wirtschaftsförderung der Hansestadt Stendal sowie Katja Bricke, Geschäftsführerin des BIC, wurde der Oberbürgermeister von den Geschäftsführern Thomas Flint und Tobias Bütow empfangen. Bei einem Rundgang durch das Ladengeschäft und die Werkstätten erhielten die Gäste Einblicke in die vielfältigen Arbeitsbereiche des Unternehmens.
Seit dem Erwerb des Gebäudes im Jahr 1997 und dem Umzug in die Breite Straße im Jahr 2000 hat sich AtO stetig weiterentwickelt. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 40 Mitarbeitende, darunter auch Auszubildende, und ist voll ausgelastet. Gleichzeitig stößt der Betrieb räumlich an seine Grenzen, ein Ausbau gestaltet sich aber insbesondere aufgrund denkmalrechtlicher Vorgaben im Innenstadtbereich als herausfordernd.
Der steigende Altersdurchschnitt in der Bevölkerung führt zu einer wachsenden Nachfrage nach orthopädischen Hilfsmitteln. Täglich besuchen etwa 100 Kundinnen und Kunden das Sanitätshaus, hinzu kommen zahlreiche Aufträge aus Krankenhäusern und von Krankenkassen. Neben dem Hauptsitz in Stendal betreibt das Unternehmen auch eine Filiale in Magdeburg.
Das Leistungsspektrum von AtO ist breit gefächert: Die Mitarbeitenden vereinen medizinisches Fachwissen mit handwerklichem Können und fertigen in den eigenen Werkstätten individuelle Lösungen – von Einlagen und Maßschuhen bis hin zu Prothesen, Orthesen und Korsetten. Entsprechend vielseitig ist auch die Ausbildung im Unternehmen, in dem mehrere Berufsbilder erlernt werden können.
Die technischen Fortschritte sind besonders in der Orthopädietechnik eine Hilfe. Moderne Prothesen ermöglichen heute nahezu natürliche Bewegungsabläufe, während elektronisch gesteuerte Handprothesen neue Möglichkeiten im Alltag eröffnen. Doch auch klassische Hilfsmittel, wie passgenaue Einlagen oder spezielles Schuhwerk, leisten einen wichtigen Beitrag zur Schmerzfreiheit und Lebensqualität. Ein besonderes Detail: Der Vorfußentlastungsschuh „Stendal“ wurde direkt vor Ort entwickelt.
Ein Alleinstellungsmerkmal des Standorts ist die Kombination aus Verkaufsfläche und eigener Werkstatt im selben Gebäude. Dadurch kann flexibel und individuell auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden eingegangen werden.
Im Gespräch wurde jedoch auch deutlich, dass die Branche vor Herausforderungen steht. Insbesondere die Kommunikation mit den Krankenkassen sowie der weiterhin hohe Anteil papierbasierter Prozesse und fehlende Anbindung an die E-Akte sorgen für zusätzlichen Aufwand im Arbeitsalltag.
Zum Abschluss zeigte sich Oberbürgermeister Bastian Sieler beeindruckt vom Leistungsspektrum des Unternehmens und betonte die Bedeutung solcher Betriebe für die Hansestadt Stendal: „Vielen Dank an das gesamte Team der AtO GmbH in Stendal, einer der führenden Unternehmen der technischen Orthopädie in Sachsen-Anhalt für Ihre unschätzbare wichtige Arbeit im medizinischen Handwerk hier bei uns in Stendal. Wir sind froh, dieses Unternehmen in Stendal zu haben.“
Bilder:
https://rs.stendal.de/?c=11090&k=a698240892
Personen auf dem Gruppenbild von links nach rechts:
Oberbürgermeister Bastian Sieler, Geschäftsführer AtO Tobias Bütow, Wirtschaftsförderung Sandra Slusarek, Geschäftsführer AtO Thomas Flint