Veranstaltungen
Denken ohne Geländer: Auf der Flucht und im Exil
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Bildung, Vorträge und Diskussionen
Die Geschichtswerkstatt Stendal e.V. gestaltet am Sonntag, 18. Januar 2026, ab 14.00 Uhr gemeinsam mit dem Zeithistoriker Prof. Dr. Wolfgang Benz einen Nachmittag über Flucht und Exil während des Nationalsozialismus. Der international anerkannte Experte für Antisemitismusforschung, Vorurteilsforschung und die Geschichte des Nationalsozialismus ist einer der besten Kenner der Thematik. In seinem aktuellen Werk „Exil“ beschreibt er umfassend die Geschichte der gewaltigen Fluchtbewegung zwischen 1933 und 1945. Einführend gibt die Geschichtswerkstatt Einblick in ihre Recherchen über jüdische Stendalerinnen und Stendaler, denen es trotz widriger Umstände gelang, zu fliehen und so ihr Leben zu retten.
Verschärfte politische und wirtschaftliche Repressionen der Nationalsozialisten führten ab 1938 dazu, dass die Flucht aus Deutschland für Jüdinnen und Juden immer schwerer wurde. Der NS-Staat schöpfte gnadenlos alle Werte aus ihrem Eigentum ab und behinderte den Transfer von jüdischem Vermögen ins Ausland. Fast alle Staaten der Welt schlossen für die nun mittellosen Flüchtlinge ihre Grenzen und führten strengste Regelungen ein. Unter teils abenteuerlichen Bedingungen retteten sich die Verfolgten in weit entfernte Länder wie Argentinien, Palästina, die USA und als letzte Zuflucht Shanghai.
Eine Veranstaltung im Rahmen von „Denken ohne Geländer“ 2026. Eintritt frei. Mehr auf www.denken-ohne-gelaender.de
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Eintritt frei