Donnerstag, 13.08.2026 00:00 Uhr

Oberbürgermeister Bastian Sieler gratuliert der SelbstLäufer Coaching GmbH zum Landessiegel

Fast jeder Mensch kommt in seinem Leben an einem Punkt – oder kennt jemanden, dem es so geht –, an dem alles zu viel wird. Ob psychisch oder physisch, das Leben wächst einem über den Kopf oder es gibt Schicksalsschläge, die einem gefühlt den Boden unter den Füßen wegziehen. Dann wieder zurück in den Alltag zu finden, kann eine gewaltige Herausforderung darstellen.

An dieser Stelle kann man sich an die „SelbstLäufer Coaching GmbH“ wenden. Das Team in der Moltkestraße 42 hilft, neue Perspektiven aufzubauen und zurück in das Arbeitsleben zu finden.

Oberbürgermeister Bastian Sieler, Herr Heiko Wisny von der Landesinitiative „Fachkraft im Fokus“ und Wirtschaftsförderin der Hansestadt Stendal Frau Sandra Slusarek trafen am Donnerstag, dem 06.08.2026, Herrn Sascha Bratsch, Geschäftsführer und Coach, und Herrn Tino Mathewes, Büroleiter und ebenfalls Coach. Anlass dafür war die Auszeichnung mit dem Landessiegel.

Das Landessiegel wurde 2018 vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung in Kooperation mit der Landesinitiative „Fachkraft im Fokus“ initiiert, um attraktive Beschäftigung und gute Arbeit in Sachsen-Anhalt zu fördern. Ausgezeichnet werden vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die eine wertschätzende, mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur pflegen oder sich besonders dafür engagieren. Voraussetzung für die Vergabe ist eine erfolgreich durchgeführte interne Befragung der Beschäftigten, mit der gute und attraktive Arbeitsplätze sichtbar gewürdigt werden.

Im Gespräch erzählten die beiden Coaches, dass das Unternehmen seit 2022 eng mit dem Jobcenter zusammenarbeitet, denn der Weg zurück in die Arbeit kann schwer sein, weshalb das Jobcenter häufig Kund*innen zu ihnen schickt. Die große Mehrheit der Menschen, die zu ihnen in die Sprechstunde kommen, fangen anschließend auch an, das Einzelcoaching in Anspruch zu nehmen. Um die 100 Menschen besuchen die SelbstLäufer Coaches im Monat und bleiben bis zu sechs Monate – die Möglichkeit zu verlängern, gibt es dabei natürlich auch.

Die Mitarbeiter*innen kommen aus verschiedenen beruflichen Richtungen, das richtige Gespür und Sensibilität ist wichtiger als die richtige Ausbildung, erklärt Herr Bratsch. Darin ist es auch begründet, dass die Coaches unterschiedliche berufliche Hintergründe haben; was sie eint ist Menschlichkeit, Einfühlungsvermögen und Ehrgeiz.

Von niedergelassenen Psychologen unterscheidet sie laut eigener Aussage, dass sie nicht nach den Ursachen für Ausfälle suchen, sondern nach dem, was die Kunden mitbringen und woran man anknüpfen kann. Die größte Anforderung in dem Bereich ist, eine Vertrauensbasis zu den Kund*innen aufzubauen, denn nur mit einem guten Coaching und wenn sie sich sicher fühlen, kommen diese freiwillig. Der schwierigste Schritt ist der, sich einzugestehen, dass man diese Unterstützung braucht und sich darauf einzulassen, weshalb es auch wichtig ist, dem Coach vertrauen zu können.

Drei Rehapsychologen der Hochschule Magdeburg-Stendal gehören dem Team an, ab dem nächsten Jahr vier. Herr Bratsch zeigt sich zufrieden mit seinem Team und drückt den Wunsch aus, dieses in der Zukunft zu vergrößern.

„Man kann in Stendal gut leben, man muss nur die Augen offen halten“, beschreibt er.

Oberbürgermeister Bastian Sieler zeigt sich beeindruckt von dem Unternehmen, welches in Stendal entstanden ist und unterstreicht auch die Wichtigkeit in Zeiten, in denen die mentale Gesundheit eine immer größere Rolle spielt. Zur Auszeichnung mit dem Landessiegel gratulierte er und überreichte Blumen und eine Urkunde.

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