Oberbürgermeister Sieler zu Besuch bei der SMA Stahl-, Maschinen- und Anlagenbau Stendal GmbH
Tradition trifft Innovation
Vergangene Woche besuchte Oberbürgermeister Bastian Sieler im Rahmen eines Unternehmensbesuches die SMA Stahl-, Maschinen- und Anlagenbau Stendal GmbH. Begleitet wurde er von Wirtschaftsförderin Sandra Slusarek.
Die 1999 gegründete SMA Stahl-, Maschinen- und Anlagenbau Stendal GmbH hat sich in den vergangenen über 25 Jahren zu einem leistungsfähigen und zuverlässigen Hersteller von anspruchsvollen Konstruktionen und Sonderbaugruppen für den Anlagenbau etabliert. An dem Traditionsstandort im Herzen der Altmark mit drei großen Hallen und einem Gelände von 8.000 Quadratmetern werden hauptsächlich hochspezialisierte Stahlbaugruppen und Komponenten für Müllverbrennungsanlagen und Kraftwerke gefertigt.
Moderne Fertigung mit innovativer Robotertechnik
Bereits seit einigen Jahren setzt das Unternehmen auf modernste Produktionstechnologie: Ein Schweißroboter übernimmt bei Rostmodulen mittlerweile über 90 Prozent aller Schweißarbeiten. "Der Roboter hat sich hervorragend bewährt und sorgt für eine gleichbleibend hohe Qualität unserer Schweißarbeiten", erläuterte Betriebsleiter Gunnar Ziekau beim Rundgang. Die verbleibenden Schweißarbeiten, die besonders komplexe oder individuelle Schweißarbeiten erfordern, werden weiterhin von Hand ausgeführt. Die Automatisierung führt nicht nur zu einer höheren Fertigungskonstanz, sondern ermöglicht es auch, die Mitarbeiter*innen flexibler und für anspruchsvollere Aufgaben einzusetzen.
Internationale Ausrichtung und Spezialisierung
Besonders hervorzuheben ist die Spezialisierung auf den Bau von Verbrennungsrosten für Müllverbrennungsanlagen – ein Segment, in dem die SMA Stendal GmbH international agiert.
Die Auftraggeber des Unternehmens befinden sich in ganz Europa. Die Endkunden und Betreiber solcher Anlagen hingegen findet man weltweit u.a. China, Australien und zunehmend auch in Afrika, wo große Müllverbrennungsanlagen in der Wüste errichtet werden. Während der Markt in China zuletzt leicht eingebrochen ist, eröffnen sich neue Geschäftsfelder auf dem afrikanischen Kontinent. Neben der Produktion neuer Komponenten spielt auch die Ersatzteilsparte eine bedeutende Rolle. Als Business-to-Business-Unternehmen liefert die SMA Komponenten an andere Unternehmen, die diese in ihren Anlagen verbauen.
Bedeutung des deutschen Kreislaufsystems
Betriebsleiter Ziekau betonte die Vorzüge des deutschen Abfallwirtschaftssystems: "Im deutschen Kreislaufsystem wird der Müll getrennt. Dies hat auch einen hohen Wirkungsgrad in der Verbrennung zur Folge." Die bei der Müllverbrennung entstehende Abwärme wird dabei oft sinnvoll genutzt, beispielsweise mit Kraft-Wärme-Kopplung oder innovativ zur Wasserstofferzeugung bis hin zum Heizen von Schwimmbädern. Gleichzeitig wies der Betriebsleiter auf die Bedeutung von Beständigkeit und Freihandelsabkommen für die internationale Geschäftstätigkeit hin.
Engagement für Nachwuchsförderung
Aktuell beschäftigt das Unternehmen 54 Mitarbeiter*innen, darunter sieben Auszubildende. Die Firmen- und Personalleitung besucht regelmäßig Ausbildungsmessen und Jobkontakte, um in der Region sichtbar zu sein und Nachwuchskräfte zu gewinnen. Ausbildungen werden in den Richtungen Konstruktionsmechaniker und Zerspannungsmechaniker angeboten.
"Die Eigenentwicklung unserer Auszubildenden liegt uns sehr am Herzen. Wir wollen unsere eigenen Fachkräfte für die Zukunft ausbilden", so Ziekau. Das Unternehmen arbeitet aktuell im drei Schichtsystemen, um die Produktionskapazitäten optimal zu nutzen.
Oberbürgermeister Bastian Sieler zeigte sich nach dem Besuch beeindruckt: "Die internationale Ausrichtung der SMA Stendal GmbH und der gezielte Einsatz modernster Fertigungstechnologie zeigen eindrucksvoll, wie Unternehmen aus unserer Region im globalen Wettbewerb erfolgreich bestehen können. Solche innovativen Betriebe sind für unseren Wirtschaftsstandort von unschätzbarem Wert."