Frischer regionaler Service vom Fruchthof Stendal
Vier LKWs mit ungefähr 16 Tonnen frischer Ware verlassen jeden Montag in den frühen Morgenstunden den Stendaler Fruchthof in der Opelstraße. Ihr Ziel: größere Einrichtungen wie Pflegeheime, Krankenhäuser und Kitas, aber auch gastronomische Küchen. Die Lieferungen gehen in die Altmark, nach Brandenburg und bis nach Berlin.
Geschäftsführerin Katja Berghoff versteht ihren Fruchthof Stendal als Serviceunternehmen, das frische Ware – insbesondere Obst und Gemüse – direkt zu den Kundinnen und Kunden bringt. Sechs Tage die Woche werden verschiedene Einrichtungen, Gastronomiebetriebe, aber auch Privatpersonen mit Frischware beliefert.
Im Kühlhaus lagern Obst und Gemüse getrennt und bei unterschiedlichen Temperaturen – denn nur optimale Lagerbedingungen garantieren die Frische, die die Kundschaft erwartet. Die Ware wird angeliefert, zwischengelagert und von Hand kommissioniert, bevor sie auf die Fahrzeuge verteilt wird. Das Ganze muss stets nach dem Prinzip „just in time" ablaufen, denn frische Ware duldet keinen Aufschub.
Das Lieferportfolio reicht weit: Das Johanniter-Krankenhaus in Stendal wird mit Wasser versorgt, Pflegeheime erhalten Milchlieferungen, mit dem Tiergarten Stendal besteht eine enge Kooperation – und selbst der Zoo Magdeburg freut sich über Futtermöhren aus Stendal. Darüber hinaus ist die Fruchthof Stendal GmbH auch bei EDEKA gelistet.
1991 wurde der Stendaler Fruchthof gegründet, 1998 bezog das Unternehmen als Mieter die Halle in der Opelstraße.
Katja Berghoff ist gelernte Sporttherapeutin und kam auf der Suche nach einer neuen Herausforderung zunächst als Angestellte zum Unternehmen. Seit 2016 führt sie den Fruchthof – und hat dabei ihre neue Leidenschaft entdeckt: „gesund von innen.“ So lässt Katja Berghoff Grundschul-Kinder gerne mal kosten, wie gut frische Kartoffeln schmecken können – ein kleiner, aber wirkungsvoller Beitrag zur Ernährungsbildung.
Inklusive der Geschäftsführerin arbeiten im Stendaler Fruchthof 14 Personen: Fünf sind als Fahrer tätig, zwei im Lager, drei im Büro für Ein- und Verkauf. Außerdem sind eine Reinigungskraft, eine Minijobberin sowie ein Hausmeister für den Fruchthof tätig.
Die Corona-Pandemie und der damit einhergehende Rückgang der Gastronomieangebote haben dem Unternehmen erhebliche Einbußen gebracht: Rund ein Viertel der Kundschaft ging verloren – das entspricht einem Umsatzrückgang von 1,2 Millionen Euro. Dennoch stellt sich das Team entschlossen den Herausforderungen und richtet sich kontinuierlich auf die sich wandelnden Wünsche der Kundinnen und Kunden ein. Neue Kundschaft ist herzlich willkommen.
Auf dem Foto sind zu sehen: K.Bricke (BIC), S.Slusarek (Wirtschaftsförderung Stendal), Katja Berghoff (Fruchthof) und Bastian Sieler (Oberbürgermeister).